Glossar
Buchhaltungs-Begriffe einfach erklärt, von A bis Z
A
Abschreibung (AfA)
Die Abschreibung für Abnutzung (AfA) verteilt die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts über dessen Nutzungsdauer. Beispiel: Ein Computer für 1.200 EUR wird über 3 Jahre abgeschrieben = 400 EUR pro Jahr.
Anlagevermögen
Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen dauerhaft dienen (länger als 1 Jahr). Dazu gehören z.B. Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude und Software.
B
Beleg
Ein Beleg ist der Nachweis für einen Geschäftsvorfall (Rechnung, Quittung, Kontoauszug). Grundsatz: "Keine Buchung ohne Beleg!"
Bilanz
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Sie zeigt die finanzielle Situation des Unternehmens.
BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung)
Die BWA ist eine monatliche Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und den aktuellen Gewinn/Verlust. Sie hilft Unternehmern, die wirtschaftliche Entwicklung im Blick zu behalten.
D
Debitor
Ein Debitor ist ein Kunde, der Ihnen noch Geld schuldet (offene Forderung). Die Debitorenbuchhaltung verwaltet alle offenen Kundenrechnungen.
E
EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)
Eine vereinfachte Gewinnermittlung für Kleinunternehmer und Freiberufler. Es werden nur die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt (Zu- und Abflussprinzip).
F
Finanzbuchhaltung (FiBu)
Die Finanzbuchhaltung erfasst alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens systematisch und chronologisch. Sie dient der Gewinnermittlung und ist gesetzlich vorgeschrieben.
G
GoBD
Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Diese Regeln legen fest, wie digitale Buchführung rechtssicher sein muss.
Geringfügige Beschäftigung (Minijob)
Eine Beschäftigung mit max. 538 EUR monatlich (2024). Minijobs sind für Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei, der Arbeitgeber zahlt Pauschalabgaben.
K
Kasse
Bargeldbestand eines Unternehmens. Alle Bareinnahmen und -ausgaben müssen im Kassenbuch dokumentiert werden. Bei elektronischen Kassen gelten besondere Aufzeichnungspflichten.
Kreditor
Ein Kreditor ist ein Lieferant, dem Sie noch Geld schulden (offene Verbindlichkeit). Die Kreditorenbuchhaltung verwaltet alle offenen Lieferantenrechnungen.
L
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer ist eine Form der Einkommensteuer, die direkt vom Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt abgeführt wird. Höhe richtet sich nach Steuerklasse und Gehalt.
O
OPOS-Liste (Offene-Posten-Liste)
Eine Übersicht aller noch nicht bezahlten Rechnungen (Debitoren) oder noch nicht beglichenen Lieferantenrechnungen (Kreditoren).
S
Sozialversicherung
Pflichtversicherung für Arbeitnehmer (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung). Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge etwa hälftig.
SV-Meldung
Sozialversicherungsmeldungen sind Pflichtmeldungen des Arbeitgebers an die Krankenkassen (z.B. An- und Abmeldungen, Entgeltmeldungen).
Summen- und Saldenliste
Eine Übersicht aller Konten mit den gebuchten Beträgen (Summen) und den Salden. Wichtiges Kontrollinstrument in der Buchhaltung.
U
Umsatzsteuer (USt)
Steuer auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Regelsatz: 19%, ermäßigt: 7%. Unternehmer führen die vom Kunden eingenommene Umsatzsteuer ans Finanzamt ab.
Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA)
Monatliche oder vierteljährliche Meldung der Umsatzsteuer ans Finanzamt. Hier wird die Differenz zwischen eingenommener und gezahlter Umsatzsteuer erklärt.
V
Vorsteuer
Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf von Waren/Dienstleistungen bezahlt. Sie kann von der eigenen Umsatzsteuerschuld abgezogen werden (Vorsteuerabzug).
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